THEMENZENTRIERTE INTERAKTION (TZI)

Das Konzept der Themenzentrierten Interaktion (TZI) ist auf aktives, schöpferisches und entdeckendes Lernen - "lebendiges Lernen" und Arbeiten ausgerichtet. Dieses Konzept wurde von der Psychotherapeutin Ruth C. Cohn Mitte der 50iger für die Arbeit mit Gruppen initiiert und von ihr zusammen mit Kolleginnen und Kollegen weiterentwickelt.

TZI lehrt, sich selbst und Gruppen zu leiten.

TZI fördert, sich selbst und andere aufmerksam wahrzunehmen, Interaktionen in einer Gruppe zu verstehen. Eigenständigkeit und Selbstverantwortung werden gestärkt, regen zum Handeln und zu lebendiger Kommunikation an.

TZI setzt Strukturen in der Arbeit mit Gruppen, mit dem Ziel einer "dynamischen Balance" zwischen den:

  • Bedürfnissen des Einzelnen (ICH)
  • der Interaktion der Gruppe (WIR)
  • der zu bewältigenden Sachaufgabe, deretwegen sich die Gruppe zusammenfindet (ES)
  • Die Realität des engeren und weiteren Umfelds (GLOBE) muss stets berücksichtigt werden.

TZI geht von Grundvoraussetzungen aus, ohne die das System in unzusammenhängende Techniken zerfallen würde:

Die Autonomie des Menschen ist um so größer, je bewusster er seine sozialen und universellen Einbindungen und Abhängigkeiten anerkennt und bewusst steuert.

Wertentscheidungen sind unabdingbar und im Geiste der Achtung vor dem Lebendigen und seiner Entfaltung zu treffen.

Entscheidungen unterliegen persönlichen, inneren Grenzen und durch die Umwelt gesetzte äußere Grenzen. Eine Erweiterung dieser Grenzen ist möglich. TZI ist ein systemischer Ansatz und will solche Erweiterung in der Praxis verwirklichen.

Weitere Texte zur "Themenzentrierten Interaktion" zum Download:
TZI.pdf (460 KB)